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„Reden ist Gold“ geht es um die digitale Transformation

Mein Vorsatz für das Jahr 2019: „Reden und einfach mal machen.“

Das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ ist uns allen bekannt. Geht es allerdings um den Wandel, die Veränderung und explizit um die digitale Transformation ist Reden Gold: klar, transparent, verständlich und über alle Ebenen hinweg.

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten habe ich viele Gespräche geführt, manche Vorträge gehalten und Diskussionen rund um die Veränderung angeregt – beruflich, wie privat. Die Digitalisierung hat seit Jahren Ihren Platz in den Medien und scheint dort oftmals einseitig verstanden worden zu sein. Nur so erkläre ich mir, dass eher Angst, Zweifel, Unglaube und Verweigerung statt Begeisterung, Zuversicht und Interesse in meinen Gesprächen in den Vordergrund rückten – egal ob Führungskräfte, Mitarbeiter, Freunde oder Bekannte.

Das kann damit zusammenhängen, dass die gesellschaftliche Verantwortung, die mit der Digitalisierung einhergeht, eine weitere Facette der unternehmerischen Verantwortung wird, aber noch nicht überall gänzlich verstanden ist (Anm.: Gleiches gilt im Übrigen auch für den sich wandelnden Erziehungsauftrag).

Neben dem Verstehen von Digitalisierung und der Bedeutung für das Unternehmen, gilt es eine Strategie zu erarbeiten, mit der Digitalisierung umzugehen. Dazu bedarf vor allem eins: Offenheit; Offenheit, sich mit der Veränderung und den Auswirkungen auseinander setzen zu wollen.

Es gilt, sich der Digitalisierung anzunehmen. Es gilt, das eigene Verständnis und die Auswirkung der Digitalisierung zu beschreiben. Es gilt, eine digitale Vision zu erarbeiten.

Es braucht eine digitale Agenda für die nächsten 12 Monate und eine Idee für die Jahre danach. Dann gilt es: Die ersten Schritte einfach mal machen.

Die Kommunikation – der Dialog – ist darin eine wesentliche Komponente. Kommunikation im Sinne von Information reicht nicht aus. Es gilt Kontext, Wertschätzung, Vertrauen als auch Offenheit und Ehrlichkeit an den Tag zu legen. Und das über alle Ebenen hinweg.

Vor Jahren, so fällt es mit gerade ein, las ich „Das Neue und seine Feinde“ von Gunter Dueck. So plastisch und greifbar wurde mir noch nie zuvor vor Augen geführt, dass die auf Effizienz und Effektivität gedrillten Unternehmen natürlich alles tun, um Störungen zu verhindern. Neue Impulse oder Innovationen sind Störungen.

Und – sind wir mal ehrlich – die digitale Transformation ist eine massive Störung.

Bei Störungen schwingt ein Grad der Ungewissheit mit: Schaffen wir es, damit umzugehen? Finden wir Lösungen? Sind wir vorbereitet? Auf der anderen Seite ist es die Chance, Zukunft zu gestalten und nach vorne zu denken. Dazu brauchen es ein kreatives Umfeld. Es braucht Freiraum, um zu Gestalten, es braucht Wertschätzung, Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit.

Ich nehme die Herausforderung an. In 2019 werden wir darüber reden. Miteinander.